Sie lesen einen Text zu Ende, sind mit dem Thema durch und wollen den Tab schließen. Genau dann fällt der Blick auf ein Raster aus Bildern und auffälligen Überschriften direkt unter dem Artikel. Kurz darauf haben Sie darauf getippt – und lesen etwas ganz anderes als geplant.

Dieses Muster ist kein Zufall und auch kein Zeichen für nachlassende Konzentration. Es ist eine gängige Werbeform, und sie folgt einer nachvollziehbaren Logik. Dieser Beitrag erklärt in ruhigen Worten, warum diese Empfehlungs-Raster am Textende sitzen, wie sie technisch dorthin kommen und welche Rolle ein Werkzeug wie die Total Adblock Browser Extension App dabei spielen kann.

Der Moment, in dem das Raster auftaucht

Empfehlungs-Grids erscheinen selten mitten im Text. Sie sitzen fast immer am Ende – dort, wo Sie mit dem Lesen fertig sind und der nächste Schritt noch offen ist. Nach dem Abschluss einer Aufgabe sucht die Aufmerksamkeit häufig nach etwas Neuem, und genau diesen offenen Moment nutzen die Kacheln.

Was aussieht wie ein Teil des Artikels, ist technisch ein separat nachgeladenes Werbeelement.

Neugier als Auslöser

Die Überschriften in solchen Rastern sind oft auffällig formuliert. Sie deuten eine Geschichte an, ohne sie aufzulösen. Diese Lücke zwischen Andeutung und Antwort wird manchmal als „Neugierlücke" beschrieben. Wer dieses Muster kennt, kann die Schlagzeilen mit etwas mehr Abstand lesen.

Ein Drittanbieter-Skript ruft Beiträge von einer externen Empfehlungs-Engine ab
„Ein Drittanbieter-Skript ruft Beiträge von einer externen Empfehlungs-Engine ab; das Raster wird erst danach am Seitenende zusammengesetzt."

Wie die Raster auf die Seite gelangen

Die empfohlenen Inhalte stammen meist nicht von der Website, auf der Sie gerade lesen. Die Seite bindet ein kleines Skript eines Drittanbieters ein. Sobald die Seite lädt, ruft dieses Skript beim externen Dienst eine Auswahl an Beiträgen ab, und das Raster wird am Seitenende zusammengesetzt.

Kurz zusammengefasst
  • Das Raster sitzt bewusst am Textende, weil dort die Klickbereitschaft besonders hoch ist.
  • Die Überschriften nutzen die „Neugierlücke": genug Andeutung, zu wenig Antwort.
  • Die Kacheln werden von externen Servern nachgeladen, nicht von der Seite selbst.
  • Ein Filter auf Netzwerkebene kann die Anfrage stoppen, bevor das Raster entsteht.

Filtern auf Netzwerkebene mit der Total Adblock App

Ein Raster zu ignorieren, nachdem es geladen wurde, ist schwierig, weil der Blick fast von allein dorthin wandert. Ein ruhigerer Ansatz setzt früher an. Statt Elemente erst auszublenden, arbeitet die Total Adblock Browser Extension App auf Netzwerkebene: Beim Laden prüft sie die ausgehenden Anfragen und stoppt jene, die auf Server in ihren Filterlisten verweisen, bevor die Verbindung abgeschlossen ist. Weil die Anfrage an die Empfehlungs-Engine nicht durchläuft, wird das Raster nicht zusammengesetzt.